Plasmen, also leuchtende Gase, haben bestimmte Gemeinsamkeiten - sonst würden sie nicht alle unter dem Begriff "Plasma" geführt werden. Aber auch viele Unterschiede zwischen den Plasmen sind vorhanden. Grundsätzlich gibt es bei Plasmen immer zwei Elektroden (Kenngröße Abstand), eine Gasatmosphäre (Kenngröße Druck) sowie eine Zündspannung (U).

In der Praxis gibt es Plasmen, die sehr heiß sind wie die Sonne oder Plasmaschneider (Metall kann damit geschnitten werden). Diese möchte man nicht anfassen. Aber es gibt natürlich auch "kalte" Plasmen, die tun bei Kontakt mit der Haut nicht weh. Das sind dann Niedertemperatur-Plasmen. Entscheidend ist hierbei ob die Neutralteilchen mit aufgeheizt werden oder nicht. Diese entscheiden über das Empfinden nach heiß oder kalt.

Aber auch eine Einteilung nach Drücken ist möglich. Niederdruck-Plasmen finden sich in Leuchtmitteln wieder. Hier ist der "Elektrodenabstand" relativ groß. Daher ist ein geringer Druck nötig, da sonst die Teilchen in der Lampe zu oft stoßen würden und dann gar nicht leuchten. Hochdruck-Plasmen arbeiten bei normalen Luftdruck und sind z.B. in der Medizin neu im Einsatz. Es gibt Plasma-Jets, das sind schmale Kanäle (1mm Abstand), durch die ein Gas strömt, und in denen ein Plasma gezündet wird. Diese werden dann zur Wundheilung oder in der Chirurgie eingesetzt.

Als Zusammenhang für die verschiedenen Arbeitsbereiche der Plasmen wird das sogenannte Paschen-Gesetz angewendet. Das besagt wo das Plasma bei einem, z.B. vorhandenen Druck arbeitet. Der Zusammenhang besagt, dass wenn meine Elektroden einen hohen Abstand haben, benötige ich einen geringen Druck um bei einer gewissen Spannung das Plasma zu zünden. Auf der anderen Seite sind bei hohen Drücken die Abstände der Elektroden entsprechend klein.

Auf die Beipiele angewendet sieht man, dass es immer kleine Abstände der Elektroden bei hohen Drücken gibt und andersherum bei niedrigen Drücken hohe Elektrodenabstände. 

 
 
Marina
Autor: MarinaWebsite: http://rdpci.rub.de
Science Manager
arbeitet als Science Managerin für das Research Department Plasmas with Complex Interactions, interessiert sich für Physik und Technik sowie Organisation von Veranstaltungen. Physik hat sie angefangen zu studieren, da sie die Schülerinnenprojektwoche begeistert hat.
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