Plasmen sind nicht nur schön anzuschauen, man möchte natürlich auch gerne verstehen was dort passiert. Daher gibt es verschiedene Möglichkeiten "einen Blick ins Plasma" zu werfen. Das Interessante an der Plasmadiagnostik ist, dass sie sehr vielfätlige Überschneidungen mit anderen Fachgebieten hat. Somit arbeitet man oft mit verschiedenen Experten zusammen und lernt auch viel dabei.

Unterscheiden kann man bei den Untersuchungsmethoden optische und elektrische Messmethoden. Bei den optischen Messungen "schaut" man in das Plasma, d.h. man sendet selbst Licht ins Plasma und misst wie sich das Signal in Stärke, Frequenz etc. unterscheidet oder man misst einfach das ausgestrahlte Licht. Dies sagt dann viel darüber aus welche Atome im Plasma in welcher Menge vorhanden sind und welche Spezies zu den Prozessen beitragen.

Zusätlich kann man elektrische Messungen machen, in dem man einen kleinen Draht in die Kammer hält und dort eine eigene Spannung oder ein Signal anlegt und schaut wie sich der Strom an der Drahtspitze verändert. Hier erfahren wir sehr viel über die Potentiale im Plasma.

Das Spannende ist auch, dass man mit vielen anderen Forschern dann diese Ergebnisse diskutieren kann, da die Dichten, zum Beispiel, auch interessant für Astronoment sind. Diese können ja immer nur von der Erde in den Kosmos schauen und ihre Ergebnisse auswerten. Wenn aber vergleichbare Daten für bestimmte Prozesse im Labor nachgestellt werden können und auch noch zusätzliche Informationen dann vorhanden sind, hilft es diesen Forschern bei ihrer Arbeit. Aber auch Materialwissenschaftler oder Biologen können von den Untersuchungsergebnissen profitieren.

Dies ist nur eine kurze Zusammenfassung über alle viele, verschiedene Analysemethoden der Plasmaphysik.

Marina
Autor: MarinaWebsite: http://rdpci.rub.de
Science Manager
arbeitet als Science Managerin für das Research Department Plasmas with Complex Interactions, interessiert sich für Physik und Technik sowie Organisation von Veranstaltungen. Physik hat sie angefangen zu studieren, da sie die Schülerinnenprojektwoche begeistert hat.
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Marie Curie

Oftmals ist das Interesse an einer Sache durch ein Vorbild gegeben. Daher möchten wir verschiedene weibliche Persönlichkeiten vorstellen, die für uns bedeutsam erscheinen.

Hier ist ein kleiner Auszug aus dem Leben von Marie Curie, die wie keine andere Frau wichtige Fortschritte in der Wissenschaft rund um die Radioaktivität erzielen konnte.

Kindheit und Jugend:

  • 1867: Am 7 November wird Marie Curie als Maria Salomea Sklodowska, Tochter eines Mathematik- und Physiklehrers in Warschau geboren.
  • 1883: Sie schließt das Lyzeum (vergleichbar mir der Oberstufe) mit Auszeichung ab. Danach arbeitet sie als Erzieherin, um das Medizinstudium ihrer Schwerster in Paris zu finanzieren.
  • 1891: Maria Sklodowska zieht selbst nach Paris um Physik und Mathematik an der Pariser Sorbonne zu studieren.

Promotion:

  • 1894: Maria Sklodowska wird Doktorandin des Physikprofessors Antoine Henri Becquerel, nachdem sie die Abschlussprüfung in Physik als Jahrgangsbeste und die in Mathematik als Zweitbeste abschließt.
  • 1895: Sie heiratet den Physiker Pierre Curie und arbeitet mit ihm in einem provisorischen Labor.
  • 1896: Marie Curie und ihr Mann entdecken die Röntgenstrahlung in den bisher unbekannten Elementen Radium und Polonium.
  • 1897: Geburt ihrer Tochter Irene, die auch einen Nobelpreis für Chemie erhält.
  • 1898: Sie entdeckt die Radioaktivität des Elements Thorium. Die ersten gesundheitlichen Schwierigkeiten treten auf.
  • 1900: Marie Curie unterrichtet Physik an der Mädchenschule „Ecole Normale Superieure“ und lehrt dort durch experimentelle Demonstrationen.

Wissenschaftliche Erfolge:

  • 1903: Marie Curie schließt ihre Promotion in Physik ab und gewinnt gemeinsam mit Antoine Henri Becquerel und ihrem Mann den Nobelpreis für Physik, den sie aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst entgegen nehmen konnte.
  • 1904: Ihre Dissertation wird veröffentlicht und in 5 Sprachen übersetzt, sowie 17 mal in wissenschaftlichen Fachzeitschriften abgedruckt.
  • 1906: Ihr Mann verstirbt und sie übernimmt seine Vorlesung als erste Frau, die an der Sorbonne lehrt.
  • 1908: Erhält sie die Professur in Physik.
  • 1911: Marie Curie erhält den Nobelpreis für Chemie für die Isolierung des Elements Radium.
  • 1913: Besuch von Albert Einstein.

Radiologin:

  • 1914: Marie Curie wird Leiterin des Radium Instituts und entwickelt gemeinsam mit ihrer Tochter eine mobile Röntgenstation um verletzte Soldaten im 1. Weltkrieg zu untersuchen. Diese Röntgenstation steuert sie selbst an der Front.
  • 1921: Mit ihren beiden Töchtern bereist sie die USA und erhält durch Spenden amerikanischer Frauen 1g Radium um ihre Forschung weiter betreiben zu können.
  • 1922: Sie untersucht radioaktive Substanzen für die Medizin.
  • 1934: Marie Curie stirbt an Leukämie als Folge ihrer Arbeit mit radioaktiven Elementen.
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Schülerinnenprojektwoche 2018
Herbstferien 15.10.-19.10.2018
Ruhr-Universität Bochum
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WissensNacht Ruhr
28.09.2018
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Kortumstr. 90
44787 Bochum
Beitrag: Plasma hautnah
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